Altersregression

Regression hei√üt R√ľckschritt oder R√ľckschritt. In der Psychologie wird der Begriff Regression oft genutzt, um nicht altersgerechte Verhaltensweisen zu beschreiben. I n der Hypnose wird der Begriff der Altersregression sehr positiv gewertet und genutzt: Als Chance, sich der Vergangenheit zu stellen und das Erlebte neu zu bewerten. S. auch Altersprogression. 

Analgesie

Der Begriff Analgesie bezeichnet eine Aufhebung oder Unterdr√ľckung der Schmerzempfindung. In der Hypnose bezeichnet man mit Analgesie die tempor√§re, also zeitweise Aufhebung der Schmerzleitung. 

Anamnesie

Als Amnesie bezeichnet man Ged√§chtnisverlust. Ursachen f√ľr eine Amnesie k√∂nnen Verletzungen wie ein Sch√§del-Hirn-Trauma sein, Krankheiten wie Epilepsie oder Meningitis, Demenz oder Migr√§ne. Amnesie kann auch bei Vergiftungen durch Alkohol und Drogen entstehen. Manche Langzeitmedikamententherapien, aber auch traumatische Erfahrungen oder Gehirnw√§sche k√∂nnen zu Amnesien f√ľhren. Heute wissen wir auch, dass selbst Stress Amnesien ausl√∂st. 

In der Hypnose sprechen wir von posthypnotischer Amnesie, wenn die Erlebnisse und Erfahrungen der Hypnose nicht oder nur bruchst√ľckhaft erinnert werden k√∂nnen. 

Anästhesie

An√§sthesie hei√üt w√∂rtlich Nicht-Wahrnehmung. In der Medizin sprechen wir von An√§sthesie der k√ľnstlich hervorgerufene Zustand der Empfindungslosigkeit, der Schmerzlosigkeit zum Zweck von diagnostischen Ma√ünahmen oder Operationen.  Das Verfahren, die Empfindungslosigkeit herbeizuf√ľhren, wird ebenfalls An√§sthesie genannt. 

In der Hypnose sprechen wir statt von Anästhesie als Zustand der Empfindungslosikeit eher von Analgesie, als Schmerzleitungsunterbrechung.

Autogenes Training

Der Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelte 1926 aus der Hypnose das Verfahren des Autogenen Trainings. Schultz nannte sein Verfahren "konzentrative Selbsterfahrung".  Mit Autogenem Training als einfacher Stufe der Selbsthypnose wird Entspannung ge√ľbt. Mit Suggestionen der Ruhe und der Entspannung wird dem Gehirn mitgeteilt, es ist Ruhe, sp√ľrbar f√ľr den √úbenden an einer Ver√§nderung der Muskel- und Gef√§√üspannung, die immer sehr genau zur√ľckgenommen werden m√ľssen. Autogenes Training findet heute in vielen Bereichen von der Geburtshilfe bis zum Managertraining oder bei Lernproblemen etc. Anwendung.  Formelhafte S√§tze lassen Schwere und W√§rme erleben, die Atem- und Herzfrequenz runter regulieren, den Solar Plexus entspannen und die Stirn k√ľhl. Weitere Formeln  sind Ruhesuggestionen und gezielte Wirkweisen auf die Organe. Autogen hei√üt dieses Training, weil grunds√§tzlich jeder sein ganz eigenes Erleben hat. In der psychoanalytischen Schule wird mit dem autogenen Training die Analyse vorbereitet und der Zugang erleichtert.

Das Innere Kind

Das Innere Kind bezeichnet einen Pers√∂nlichkeitsanteil, den jeder in sich tr√§gt. In der Psychologie wird nicht altersgerechtes Handeln auf die nicht befriedigten Bed√ľrfnisse des ehemaligen Kindes zur√ľckgef√ľhrt. In der Hypnose spricht man vom Inneren Kind zu einen als hochwirksame therapeutisches Verfahren und auch als Pers√∂nlichkeitsanteil. In der Hypnose wird das Innere Kind als Pers√∂nlichkeitsanteil ernst genommen und dessen Bed√ľrfnisse f√ľr die erlebte Situation gestillt. 

Desensiblisierung

Der Begriff Desensibilisierung steht f√ľr eine Reaktionsverminderung auf bekannte Reize. 

In der Psychotherapie, hier Verhaltenstherapie, wird die systematische Desensibilisierung vor allem bei Angstpatienten und Phobikern eingesetzt. Auf der Grundlage einer Reizhierarchie in Kombination mit Entspannungsverfahren werden die Reize langsam und so lange verst√§rkt, bis die Reize nicht mehr als angstausl√∂send empfunden werden. Beispiel: Ein Spinnenphobiker stellt sich eine Spinne vor, betrachtet dann Fotos, dann die echten Tiere, zum Schluss h√§lt er sie in der Hand.

In der Hypnose kann die Desensibilisierung allein anhand der Vorstellung in der Hypnose durchgef√ľhrt werden.


Die Inneren Helfer

Die moderne Psychotherapie arbeitet mit dem Modell verschiedener Pers√∂nlichkeitsanteilen. Zu diesen Pers√∂nlichkeitsanteilen geh√∂ren auch Innere Helfer, Ratgeber, Weise, Zauberer usw., archetypische Formen, die den Ratgebenden verk√∂rpern. In der Hypnosetherapie werden die Inneren Helfer als allzeit unterst√ľtzende Strukturen eingesetzt und als immer bereite Ratgeber dem Patienten bewusst gemacht. Einen Inneren Helfer zu haben, ist eine sehr st√§rkende Intervention.

Die Konferenz der Persönlichkeiten

In der modernen Psychotherapie sprechen wir von verschiedenen Pers√∂nlichkeitsanteilen, die mehr oder weniger gleich stark auf sich aufmerksam machen.  In der Hypnosetherapie werden diese verschiedenen Pers√∂nlichkeitsanteile an einen Konferenztisch gesetzt und in einer vom Patienten festgelegten Form des Gespr√§ches zur einheitlichen Bewertung des Problems gebracht. 

Dissoziation

Unter Dissoziation versteht man in der Psychologie die Unterbrechung der normalen integrativen Funktionen von Bewusstsein, Ged√§chtnis, Identit√§t oder Wahrnehmung der Umwelt, d.h. mentale Prozesse werden vom Bewusstsein abgetrennt oder laufen unabh√§ngig voneinander, bis hin zur Abspaltung des Bewusstsein. Ein Mensch erlebt eine traumatische Erfahrung. Um psychisch √ľberleben zu k√∂nnen, trennen sich Erfahrung und Bewusstsein. Sp√§ter gefragt, wird der Patient antworten, er habe das Ganze als "von sich selbst getrennt", oder "als nicht ganz bei sich" erlebt. Dissoziation ist eine Schutzfunktion der Psyche.  In der Hypnosetherapie wird der nat√ľrliche Prozess der Dissoziation bewusst genutzt, um neue Erfahrungen zu erm√∂glichen oder um alte Erfahrungen neu zu bewerten. 


Energetisches Klopfen

Energetisches Klopfen ist eine recht neue Form der Psychotherapie. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass eine Reihe festgelegter Akupunkturpunkte geklopft und dazu verschiedene formelhafte S√§tze gesprochen werden. Die Wirkweise ist nicht belegt. Konzentrierte Aufmerksamkeit auf das eigene Probblemfeld kombiniert mit rhythmischem Klopfen von sog. gro√üen Akupunkturpunkten bewirken eine neue Sichtweise und damit auch eine Bearbeitung des Problems. Insofern ist Energetisches Klopfen ein gro√üartiges Selbsthilfeverfahren.

Entspannung

Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung. In unserer modernen Welt ist Entspannung selten geworden. Die erste zu sp√ľrende Wirkung von Hypnose ist Entspannung. Selbst in leichter Hypnose entspannen sich die Muskeln und die Gef√§√üe, der K√∂rper kommt zur Ruhe. 

Fantasiereise

Unter Fantasiereise wird entweder eine eigene Vorstellung verbunden oder eine angeleitete Form der Hypnose. Der oder die Probanden sitzen oder liegen bequem. Ein √úbungsleiter erz√§hlt eine Fantasiereise. Je treffender die heraufbeschworenen Bilder, umso leichter wird es den Probanden fallen, sich der Geschichte hinzugeben, sich ganz den Erlebnissen eines Strandspazierganges, einer Bergwanderung oder einem Urlaub auf einem Traumschiff hinzugeben.

Halluzinationen

Halluzinationen sind Wahrnehmungen, die physikalisch nicht nachweisbar sind, d.h. es werden Gegenst√§nde oder Personen gesehen, die nicht im Raum sind. Halluzinationen werden immer als real erlebt, k√∂nnen also von der Realit√§t nicht geschieden werden. 

Pseudohalluzinationen sind Trugbilder des Gehirns, ausgelöst durch Halbschlaf oder Schlafmangel, in diesem Fall merkt der Proband, dass er "träumt".

Hypnose macht sich diesen Effekt zunutze, um neue L√∂sungswege im "Trockentraining" als f√ľr den Klienten sinnvoll vorzuerleben. Wenn die angestrebte L√∂sung nicht zum Klienten passen sollte, wird sich das in Hypnose sehr schnell zeigen. 

Hypermnesie

Hypermnesie ist eine st√§rkere Erinnerungsf√§higkeit, das Gegenteil von Amnesie.

In Hypnose kann sich der Hypnotisand an Ereignisse erinnern, von denen er glaubte, er habe sie vergessen, oder die er nicht bewusst wahrgenommen hatte. 

Hypnose-Coaching

Coaching ist l√∂sungsorientierte Beratung und zielorientierte Arbeit mit Menschen, um unter Ressourcenorientierung deren Lern- und Leistungsf√§higkeit zu steigern, Selbstreflexion zu f√∂rdern, Wahrnehmung, Verhalten und Erleben auch im Konfliktfall zu verbessern. 

HypnoseCoaching oder HypnoCoaching optimiert die Arbeit eines Coachs durch die spezifische Wirkweise der Hypnose. 

Hypnotherapie

Psychotherapie hei√üt w√∂rtlich Behandlung der Seele. Psychotherapie bietet Hilfe bei seelischen Problemen, bei St√∂rungen des Denkens, F√ľhlens, Erlebens und Handelns. Als Psychotherapie werden verschiedene medizinische Verfahren benannt, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse usw, die in Deutschland ausschlie√ülich von staatlich zugelassenen √Ąrzten, Heilpraktikern oder Psychologischen Psychotherapeuten durchgef√ľhrt werden d√ľrfen. Psychotherapie behandelt psychische Krankheiten wie Wahn und Sucht und St√∂rungen wie √Ąngste, Depressionen, Zw√§nge und S√ľchte.  Psychologische Behandlung wird immer h√§ufiger eingesetzt als Begleitung zu medizinischen Ma√ünahmen, wie z.B. Krebs- oder Transplantationspatienten, aber auch bei organischen St√∂rungen wie R√ľckenschmerzen oder Verdauungsproblemen. Hypnosetherapie verbindet die Psychotherapie mit Hypnose, die seelische Behandlung mi der k√∂rperlichen Ebene, und ist somit eine der effektivsten Methoden auf dem Gebiet der Psychotherapie oder Psychosomatik.

Immunsystem

Unser biologisches Abwehrsystem, das Krankheiten durch Erreger aktiv verhindert, wird Immunsystem genannt. Unser K√∂rper ist st√§ndig Umwelteinfl√ľssen und den Ver√§nderungen der eigenen Innenwelt ausgesetzt. 

Das gesunde Immunsystem entscheidet dar√ľber, ob wir gesund bleiben oder krank werden. Stress, falsche Ern√§hrung, mangelnde Bewegung und Belastung jeglicher Art haben einen sch√§dlichen Einfluss auf unser Immunsystem.

Hypnose regt nachweislich das Immunsystem an. Unter Operationen ist eine schnellere Wundheilung bei geringerer Infektionsgefahr nachgewiesen, bei degenerativen oder entz√ľndlichen Krankheiten eine schnellere Ausheilphase bis hin zu totaler Genesung. 

Katalepsie

Katalepsie (griechisch: Festhalten, Beibehalten) bedeutet in der Hypnose, dass Arme oder Beine √ľberm√§√üig lange steif in der Luft gehalten werden k√∂nnen.

Der kataleptische Arm wird oft als Beweis der Hypnose eingesetzt: Der Arm steigt bei mittlerer Trance ohne das aktive Zutun des Probanden in der Luft, obwohl der Proband das Ansteigen bemerkt, unternimmt er nichts dagegen, kann nichts dagegen tun, wenn er in Hypnose bleiben will. F√ľr Zuschauer ist der kataleptische Arm immer sehr beeindruckend.

Um Beine kataleptisch zu bekommen, muss der Proband in einer tiefen mittleren Trance liegen. Unter anderem wird mit der Katalepsie an Armen und Beinen eine eingetretene Analgesie √ľberpr√ľft. 

Eine hypnotisch ausgel√∂ste Katalepsie muss immer sehr gr√ľndlich aufgel√∂st werden.


Kognitive Therapie

Die Kognitive Therapie, auch Kognitive Verhaltenstherapie genannt, wurde von Aaron Beck und Albert Ellis begr√ľndet. Kognitionen umfassen alle Prozesse des Wahrnehmens, des Erkennens, des Begreifens, des Urteilens und der Schlussfolgerungen. Die Kognitive Therapie geht davon aus, dass die Art und Weise, wie wir denken und was wir denken, unsere Gef√ľhle und damit unser Verhalten bestimmt, und damit unsere k√∂rperliche Reaktion beeinflusst. 

In der Kognitiven Therapie werden die Kognitionen bewusst gemacht und √ľberpr√ľft. Wenn sie f√ľr unser Verhalten sch√§dlich sind, werden sie neu bewertet und in ein neues Verhalten √ľbertragen. 

Die Kognitive Therapie die Wahrnehmungsselektion und die Wahrnehmungsbewertung in den Vordergrund. Unter Hypnose gelingt diese Form durch die sinnliche Erlebbarkeit an Dominanz und Wirkungsf√§higkeit.

Konfrontationstherapie

Mit Konfrontationstherapie werden verschiedene psychotherapeutische Verfahren bezeichnet, die bei Panikattacken, √Ąngsten und Phobien eingesetzt werden.  Kennzeichnend f√ľr √Ąngste und Phobien sind die Vermeidungsstrategien des Patienten. Die Verhaltenstherapie setzt den Patienten gezielt und kontrolliert mit dessen Zustimmung der angstausl√∂senden Situation aus, "konfrontiert" ihn. In der erfolgreichen Hypnosetherapie  findet die Konfrontation mit der an sich angstausl√∂senden Situation in der Vorstellung statt, die neue Erfahrung, die Situation gemeistert zu haben, ohne zu sterben, setzt neue Handlungsoptionen des Patienten frei, der Patient hat quasi seine Angst "verlernt".